Cy Twombly 
 Illustration © Wolfgang Peter.
 Fotovorlage von Robert Rauschenberg.


 


Cy Twombly

Am 25. April 1928 wurde Edward Parker Twombley jr., der sich später Cy Twombly nennen sollte, in Lexington im US-amerikanischen Bundesstaat Virginia geboren.

Seine künstlerische Ausbildung erhielt er in den Jahren 1948 bis 1952 an der School of the Museum of Fine Arts in Boston, der Lee University in Lexington, der Art Students League in New York und am Black Mountain College in der Nähe Ashevilles in Nord Carolina.

Noch während dieser Studienzeit präsentierte die Kootz Gallery in New York im Jahr 1951 die erste Einzelausstellung seiner Werke, deren künstlerische Gestaltung stark von Franz Klines Malstil und Paul Klees kinderzeichnungsähnlichem Stil beeinflusst war.

Ein Stipendium des Virginia Museum of Fine Art ermöglichte Cy Twombly 1952 eine Studienreise nach Nordafrika, Italien, Spanien und Frankreich.

Nach seiner Rückkehr leistete er seinen Armeedienst ab und lebte danach von 1955 bis 1959 wechselweise in New York und Italien, bis er sich in Rom niederließ.

Erste abstrakte Skulpturen unterschiedlicher Form und unterschiedlichen Materials entstanden.

Cy Twomby änderte seinen Malstil und distanzierte sich von seinem "expressionistischen Gekritzel" früherer Jahre.

Er beschäftigte sich mit Lyrik, Mythologie und Geschichte und verarbeitete daraus entstandene Ideen wie zum Beispiel in seinem Bild "Leda und der Schwan" (1962).

Bildhauerisch war Cy Twombly weiterhin tätig und schuf auch in diesem Kunstbereich ein umfangreiches Werk.

Von 1964 an, als er an der Biennale in Venedig teilgenommen hatte, waren Cy Twomblys Kunstwerke in einer Vielzahl von Ausstellungen zu betrachten, unter anderem in Zürich, Paris, Berlin und New York.

1995 wurde die Cy Twombly Gallery in Houston eröffnet. In ihr werden Werke, die der mittlerweile in Lexington und Italien lebende und arbeitende Künstler seit 1954 geschaffen hat, ausgestellt. (RW)


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Cy Twombly - die Skulpur


Cy Twombly - Die Skulptur.
Von Katharina Schmidt.
Gebundene Ausgabe, 204 Seiten,
Hatje Cantz Verlag


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Cy Twombly, einer der prominentesten Künstler unserer Zeit, ist vor allem als Maler bekannt. In dieser großformatigen Publikation ist das umfangreiche plastische Oeuvre zu entdecken: Angeregt durch Schwitters, durch Giacometti und die Objektkunst der
Surrealisten, entstanden schon in den fünfziger Jahren die frühen Assemblagen aus Fundstücken der Alltagswelt, deren Anordnung Twombly die Gestalt magischer Gegenstände oder Fetische gab und denen er bald einen vereinheitlichenden Überzug aus weißer Farbe verlieh. In einem neuen formalen Zusammenhang verwischt sich so die ursprüngliche Bedeutung der Einzelstücke und öffnet sich einem vielfältigen Assoziationsradius. Meist erschließen sich weite, kulturhistorische Dimensionen. Andere Künste wie Literatur und Musik erscheinen einbezogen; Zeugnisse archaischer, versunkener Kulturen werden lebendig, aber auch an Landschaft und die natürliche Eleganz von Pflanzen, von Blüten, die immer auch eine metaphorische Lesart nahe legen, wird erinnert. Weiß ist die Farbe von Twomblys Skulpturen geblieben, weiß ist auch ihr Licht. Es entmaterialisiert sie, verleiht ihnen eine neue Identität und die Aura zeitloser Poesie.

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