Burda Museum Baden-Baden

 

 

 

Gerhard Richter -  Ohne Farbe

Gerhard Richter.
Ohne Farbe - Without Color
von Reinhard Spieler

Gebundene Ausgabe, 96 Seiten
Hatje Cantz Verlag

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Gerhard Richter, der zweifelsfrei zu den bedeutendsten darstellenden Künstlern der Gegenwart zu rechnen ist, kann bereits auf eine stattliche Anzahl an Ausstellungen seiner Arbeiten zurückblicken.

Das Schweizer Museum Franz Gertsch hat ihm vom 5. Februar bis zum 8. Mai 2005 eine besondere Ausstellung gewidmet.

gerhard richter - ohne farbe

Zu dieser Ausstellung ist ein Begleitband erschienen, der nicht nur wegen des Titels, sondern auch wegen seiner geschmackvollen Aufmachung auf den Inhalt neugierig macht.

"ohne farbe", wie soll das gehen, mag derjenige denken, der mit Gerhard Richters Arbeiten nicht sonderlich vertraut ist. Dieser und auch jene, die wissen, dass der Künstler sich mehr als 40 Jahre immer wieder mit grau auseinandergesetzt hat, erfährt in vier verschiedenen Aufsätzen Aufklärendes zu Gerhard Richters Einstellung zur Farbe grau, zu des Malers visuellem Repertoire und zu seinen visuellen Spekulationen, bevor auf des Künstlers Farbtafeln eingegangen wird.

Den, wie die abschließende Biografie, zweisprachig, deutsch und englisch, verfassten Aufsätzen ist eine Auswahl an verdeutlichenden klein- und großformatigen Abbildungen zugeordnet, deren Jahreszahlen belegen, dass Gerhard Richter tatsächlich bereits 1962 die Ansicht hegte, Kunst habe "nichts mit Farbe" zu tun. Staunen wird schon erzeugt, welch' geringer "farblicher Aufwand" wahrhaft kunstvolle Effekte wie beispielsweise bei "Umgeschlagenes Blatt" aus dem Jahr 1965 bringt.

Ein mehrfach reizvolles Buch, das nicht nur Diskussionsstoff in sich birgt und zum Genießen der Bilder einlädt, sondern auch dazu reizt, mit ihm der heimischen Bibliothek einen besonderen Akzent zu verleihen.

Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden

Das Buch ist im
Hatje Cantz Verlag
erschienen.


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