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Keine weiteren Eingriffe
in die Lichtentaler Allee
Die zunehmend hektischeren
Eingriffe in das gewachsene Bild der international
renommierten Lichtentaler Allee gefährden den zentralen
Anziehungspunkt der Stadt Baden-Baden und
lösen bei der Wirtschaft zunehmende Besorgnis
aus. Nach Auffassung des IHK-Arbeitskreises
Tourismus ist die Fremdenverkehrsstadt Baden-Baden
mehr denn je darauf angewiesen, die Lichtentaler
Allee mit ihrem einzigartigen Profil intakt zu
halten und weder aktuellen Sparzwängen noch
hektischer Betriebsamkeit zu opfern. Gerade auch
angesichts des Landesentwicklungsplans, in dem
Baden-Badens erstmals als Teiloberzentrum in den
Bereichen Tourismus, Kultur und Medien ausgewiesen
wird, ist der Erhalt dieses hohen Kulturguts und
wirtschaftlichen Magneten von extremer Bedeutung.
Ein schleichender Verzehr der Allee hätte
für das Image der Stadt langfristige negative
Konsequenzen und wäre nicht wieder
rückgängig zu machen.
Der Bau des vielversprechenden Burda-Museums als
wichtige Bereicherung des kurstädtischen
Angebots muss deshalb absoluten Vorrang vor allen
weiteren gestalterischen Eingriffen in das Bild der
Lichtentaler Allee haben, weshalb
Veränderungen im Bereich des Palais Gagarin
(Spielplatz), im Bereich des Tennisclubs
(Rasen-Minigolfanlage) und der Gönneranlage (Bertholdbad) zum
gegenwärtigen Zeitpunkt keinesfalls in Angriff
genommen werden dürfen.
Der äußerst behutsame Umgang mit der
Lichtentaler Allee ist das oberste Gebot im
Hinblick auf die Erhaltung der touristischen
Anziehungskraft der Stadt. Dies bedeutet, dass der
in Deutschland einzigartige
Rasen-Minigolfplatz als ein die Lichtentaler Allee
prägender Anziehungspunkt wieder hergestellt
wird, so wie dies vor Beginn des Tiefbauvorhabens
zugesagt war. Die Beeinträchtigungen aufgrund
der Arbeiten am Regenwasser-Reinigungsbecken
müssen vollständig beseitigt werden. Vor
Abschluss der gesamten Bauarbeiten im Zusammenhang
mit dem Burda-Museum verträgt die Lichtentaler
Allee keinerlei weitere Eingriffe baulicher Art.
Dies gilt insbesondere auch für die Pläne
zur Errichtung eines Spielplatzes, für die
eine Denk- und Erfahrungspause bis zu einem
Zeitpunkt nach Inbetriebnahme des Burda-Museums
eingelegt werden sollte.
Nach Auffassung des IHK-Arbeitskreises Tourismus
Baden-Baden wird für die Lichtentaler Allee
ein ganzheitlicher Planungsansatz benötigt,
der über die individuelle Zielsetzung von
Einzelkonzepten hinausgeht. Es ist insbesondere der
jahrzehntelang praktizierten Fürsorglichkeit
und hohen Fachkompetenz zu verdanken, dass sich die
Lichtentaler Allee trotz konkurrierender
Interessenlagen nach wie vor als einigermaßen
intaktes Gesamtgebilde präsentiert.
Dadurch kann sich Baden-Baden in Konkurrenz zu
Städten mit ebenfalls gewachsener Parkkultur
noch immer sehen lassen. Umso mehr müssen aber
Planungsvorhaben und Entscheidungsprozesse in
Zukunft noch gründlicher auf die Wahrung der
Lichtentaler Allee als Kulturdenkmal und
wesentliches Wahrzeichen Baden-Badens abgestellt
werden.
Das Burda-Museum wird sich darin positiv einpassen.
Alle darüber hinausgehenden gestalterischen
Veränderungspläne müssen jedoch
vorerst auf Eis gelegt werden.
© 2002 IHK-Arbeitskreises Tourismus
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