Auf der Wiese bei der Staatlichen Kunsthalle sind die Arbeiten für die Sammlung Frieder Burda angelaufen: "Alles blieb ruhig".

Denkmal der Kaiserin versetzt.

Die ersten Arbeiten für den Neubau der Sammlung Frieder Burda bei der Staatlichen Kunsthalle haben gestern wie geplant begonnen. Am späten Nachmittag waren fast alle Bäume gefällt, die dem Gebäude weichen müssen, das Denkmal der Kaiserin Augusta versetzt.

Denkmal Kaiserin Augusta

Das rund acht Tonnen schwere Augusta-Denkmal bekam am Morgen zunächst einen neuen, rund 200 Meter weiter von der Staatlichen Kunsthalle entfernten Standort in der Lichtentaler Allee. Eine Baden-Badener Tiefbaufirma war mit der Versetzung der steinernen Statue beauftragt. Gleichzeitig bereiteten Mitarbeiter eines Landschaftsbau-Betriebs, ebenfalls in der Kurstadt ansässig, das Fällen der Bäume vor. Ein dreiköpfiges Team machte sich ans Werk und erledigte den Fäll-Auftrag an einem Arbeitstag fast vollständig.

Mehrmals schaute der städtische Gartenamtsleiter Bernd Weigel vorbei, um den Ablauf der Arbeiten zu überwachen. Nach Angaben des städtischen Pressesprechers Roland Seiter verlief die Aktion genau so, wie es der Bebauungsplan verlangt hatte: Insgesamt 31 Bäume mussten dem Bauvorhaben Platz machen, darunter sechs "sehr wertvolle und parkprägende" Bäume und sieben "wertvolle, aber untergeordnete" Bäume, wie es in dem Planwerk heißt. Zwei Bäume, die dem Projekt im Weg sind, sollen nicht gefällt, sondern innerhalb der Allee versetzt werden.

Pressesprecher Seiter verweist auf die ebenfalls detailliert festgelegten Ausgleichspflanzungen. Die jetzt weitgehend kahle Böschung längs der Friedrichstraße soll mit Bäumen, Büschen und Efeu neu bepflanzt werden und dem Gebäude "einen grünen Hintergrund" schaffen, so der Bebauungsplan. Gleichzeitig soll diese Bepflanzung den bisherigen "Grüngürtel" entlang der Friedrichstraße wieder herstellen.

Während der gestern begonnenen Bauphase sieht auch ein Bediensteter des Gemeindevollzugsdienstes nach dem Rechten. Gestern war er auch auf "Störungen" gefasst – indes, so der städtische "Baubetreuer": "Alles blieb ruhig."

© Badisches Tagblatt, 1.10.2002
Foto: Wolfgang Peter

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