Kirchner in Großbritannien

Abbildung: Wolfgang Peter



 


Bis zum 21. September 2003: Ernst Ludwig Kirchner - erstmals Einzelausstellung in Großbritannien

England entdeckt Kirchner

Mit rund einhundert Gemälden, Skulpturen, Drucken und Zeichnungen wurde der deutsche Künstler Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) zum ersten Mal mit einer Einzelausstellung in Großbritannien geehrt. Die Royal Academy of Arts präsentierte Kirchner in der Ausstellung "Expressionismus und die City - Dresden und Berlin 1905-1918" als "größten Künstler des deutschen Expressionismus".

Kirchner ist in Großbritannien weitgehend unbekannt. Nur eines seiner Gemälde ist im Besitz einer britischen Galerie in Edinburgh. Die meisten der in London bis zum 21. September gezeigten Werke kommen aus dem Brücke-Museum in Berlin, aus Washington, New York und aus der Schweiz.

Kirchner, der 1905 zusammen mit Emil Nolde, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff die Künstlergruppe ,"Die Brücke" gründete, gilt als deren bedeutendster Vertreter. Die "Brücke"-Künstler kultivierten vor allem in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts die populäre Sehnsucht nach einer Rückkehr zu so genannten primitiven Ausdrucksformen in der Kunst.

Die Londoner Ausstellung konzentrierte sich auf die Schaffensphase zwischen 1905 und 1918, die als seine fruchtbarste gilt. Als grundlegend für das Verständnis seiner Malerei betrachtete er selbst sein tausende Blätter umfassendes zeichnerisches Werk: Eine Reihe von Zeichnungen waren in der Ausstellung zu sehen, die den Vielseitigen nicht nur als Maler, sondern auch als Bildhauer, Lithographen, und Meister des Holzschnitts zeigte. (BT 22.8.2003)


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