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Jean Olivier Hucleux
Der französische Maler, Jahrgang 1923, hatte
im Jahr 1972 bereits an der documenta 5 in Kassel
teilgenommen, als er sieben Jahre später auch
in der Hauptstadt seines Heimatlandes entdeckt
wurde. Eine besondere Aufmerksamkeit wurde ihm
zuteil, als er 1984 den Auftrag ausführte, den
seinerzeitigen französischen Präsidenten
Georges Pompidou zu porträtieren. Im
darauffolgenden Jahr malte er dessen Nachfolger im
Amt, François Mitterrand.
Der "Präsidentenmaler", der auch Frieder Burda
im Bild festhielt, hat seine Gedanken zu seiner
künstlerischen Arbeit so formuliert:
"L’idée précise qu’on
se fait du travail qu’on va produire organise dans
la tête le moyen de la matérialiser.
Et c’est une création. On invente à
la fois le produit et la manière d’organiser
même ce qui se passe, sous la forme
d’attente, d’intensité dans cette attente.
Celle d’une sorte d’épiphanie, parce qu’une
peinture qui est une peinture, pas un tableau, est
une manifestation. Mais ce sont des mots,
ça… On dit : “Une manifestation”, et puis on
passe outre, sans approfondir la portée de
ce mot. (…) On doit toujours aller plus loin."
(Jean Olivier Hucleux)
"Die genaue Vorstellung, welche man sich von der
Arbeit, die man anzufertigen gedenkt, macht,
gestaltet im Kopf den Weg, sie umzusetzen. Es ist
ein Schöpfungsakt. Man erfindet gleichzeitig
das Produkt und die Gestaltung dessen, was
passiert, in einer bestimmten Art der Hoffnung,
einer bestimmten Intensitätsform dieser
Hoffnung. Ähnlich der Art einer
göttlichen Erscheinung, weil ein Gemälde,
welches ein Gemälde, kein Bild, ist, eine
Offenbarung ist. Aber dies sind Worte,... Man sagt:
'Eine Offenbarung', und wendet sich dann anderem
zu, ohne die Tragweite dieses Wortes zu vertiefen.
(...) Man muss immer weiter gehen."
(Jean Olivier Hucleux)
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