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Künstler in der Sammlung
Frieder Burda Baden-Baden
Louise Bourgeois
Erst spät wurde die am 25. Dezember 1911 in
Paris geborene Louise Bourgeois vom internationalen
Kunstbetrieb wahrgenommen.
Internationales Interesse erweckte sie mit der
Teilnahme an der Documenta in Kassel (1992) und an
der Biennale in Venedig (1993).
Zuvor waren ihre Werke lediglich in den USA, vor
allem in New York, wahrgenommen worden.
Nach New York kam Louise Bourgeois im Jahr 1938.
Ihre Eltern eröffneten dort eine Galerie
für historische Wandteppiche und
übernahmen die Leitung des Museum of Primitive
Art.
Grundkenntnisse und Fertigkeiten für ihre
Arbeit als Bildhauerin hatte sie sich noch in Paris
erworben, wo sie in den Jahren 1936 bis 1938 unter
anderem an der Ecole des Beaux Arts ausgebildet
worden war.
Als Bildhauerin arbeitete sie mit den
verschiedensten Materialien, wie Holz, Bronze,
Stahl, Gips, Latex, Kunststoff, Stoff - und
verwendete diese auch in Kombination. Es entstanden
sowohl fein ausgearbeitete figürliche
Plastiken als auch raumgreifende
Installationen.
Daneben widmete sie sich gegenständlichen
Zeichnungen, die sie häufig auf Notenpapier
ausführte.
In New York wurden 1945 erstmals in einer
Einzelausstellung ihre Zeichnungen gezeigt.
1979 wurden ebenfalls in New York von ihr in der
Zeit von 1941 bis 1953 geschaffene Skulpturen der
Öffentlichkeit in einer Einzelausstellung
zugänglich gemacht. 1980 folgte die
Ausstellung ihrer Skulpturen aus den Jahren 1955
bis 1970.
Das New Yorker Museum of Modern Art widmete Louise
Bourgeois 1982 eine Retrospektive, weitere
US-amerikanische Museen folgten.
Von 1989 an waren ihre Werke auch in etlichen
europäischen Ländern zu sehen, unter
anderem auch in Kassel und Venedig und
beeindruckten die Besucher vor allem, weil
sie vom Thema Angst bestimmt sind. Louise
Bourgeois sagt über sich selbst: "Ich habe
Angst vor allem, einfach vor allem." Kenner ihres
künstlerischen Schaffens stellen fest, dass es
in Louise Bourgeois' Welt keine Unschuld, keine
Kindheit, keine unverfälschten Träume
gebe.
Die Japan Art Association würdigte Louise
Bourgeois' Lebensleistung 1999 mit der Verleihung
des Praemium Imperiale, dem bedeutendsten Preis
für zeitgenössische Kunst. (RW)
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Louise Bourgeois: Life
von Anders Kold
Englischsprachige Ausgabe
Taschenbuch, 80 Seiten
Louisiana Museum of Modern Art

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