Sammlung Frieder Burda

Sammlung Frieder Burda
Konzeption: Heiner Bastian

Leinen-Einband, 256 Seiten mit 150 Farbabbildungen
Hatje Cantz Verlag

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Max Beckmann

Max Beckmann kam am 12. Februar 1884 als Sohn eines Mehlhändlers und Grundstücksmaklers in Leipzig zur Welt. Von 1900 bis 1903 studierte er Malerei bei dem Norweger Frithjof Smiths an der Weimarer Großherzoglichen Kunstschule. Nach seinem Studium unternahm er Studienreisen in die Schweiz und nach Paris. Ab 1904 lebte Beckmann in Berlin und nach der Verleihung des Villa-Romana-Preises im Jahr 1906 lebte er in Florenz. Zurück in Deutschland schloss er sich der Berliner Sezession an und wurde 1910 deren jüngstes Vorstandsmitglied 1911 trat wieder aus der Sezession aus.

Beckmanns Frühwerk war vom deutschen Impressionismus geprägt, beeinflußt von Liebermann und Corinth. Seine bevorzugten Themen waren Landschaften und dramatische Ereignisse der Vergangenheit und Gegenwart ("Amazonenschlacht", 1909; "Untergang der Titanic", 1912).

Bis zu seinem psychischen und körperlichen Zusammenbruch erlebte Beckmann den ersten Weltkrieg als freiwilliger Sanitätssoldat in Flandern. Die Eindrücke des Krieges veränderten seine Malerei grundlegend. Die Gegenstände seiner Bilder werden expressiv und kantig wiedergegeben. Der Raum wird oft kubistisch zergliedert. Häufig wird die Brutalität des alltäglichen menschlichen Umgangs dargestellt. Ein herausragendes Hauptwerk dieser Zeit ist das Bild "Die Nacht" von 1918/19.

1915 übersiedelte er nach Frankfurt, wo er zehn Jahre später Professor an der Städelschule wurde. Beckmann feierte in diesen Jahren zunehmend größere Erfolge, die in Retrospektiven in Mannheim, Zürich, Basel und Paris gipfelten. Die Farbigkeit seiner Malerei wurde in den zwanziger Jahren kräftiger. Der Zeitgeist der Neuen Sachlichkeit zeigte sich in der Reduzierung der Bildgegenstände. Beckmann war in diesen Jahren wieder verstärkt an mythologischen Inhalten interessiert.

1925 trennte er sich von Minna Tube und heiratete Mathilde von Kaulbach.

Während seiner Aufenthalte mit seiner Frau Mathilde in Baden-Baden in den 20er und 30er Jahren entstanden mindestens sechs Werke mit Bezug zu Baden-Baden, wovon sich zwei in der Sammlung Frieder Burda befinden:

 Blick aus dem Fenster in Baden-Baden, 1936
65 x 95 cm, Öl auf Leinwand
Sammlung Frieder Burda

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 Die Stourdza-Kapelle
Regentag in Baden-Baden, 1935/1936,
94,5 x 65,5 cm, Öl auf Leinwand
Sammlung Frieder Burda
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Nach der Machtergreifung Hitlers wurden seine Arbeiten als "entartete Kunst" abgewertet und Max Beckmann verlor seine Professur.

Einem längeren Aufenthalt in Berlin folgte von 1937 bis 1947 das Exil Beckmanns in Amsterdam. Von dort wechselte er nach New York, wo er am 27. Dezember 1950 starb.

In seinen letzten Jahren in Amerika erhielt er erneut offizielle Anerkennung, umfangreiche Ausstellungen in vielen Städten folgten. Beckmann erhielte eine Professur in St. Louis und in New York.

Ab 1932 entstanden die zehn dreiteiligen Arbeiten, von denen eine unvollendet ist. Diese Triptycha zählen zu seinen Hauptwerken des 20. Jahrhunderts ("Abfahrt-Triptychon", 1932-33). Neben den Malereien schuf Max Beckmann ein umfangreiches druckgrafisches Werk.


Das Bild "Blick aus dem Fenster"
Das Bild "Stourdza-Kapelle"
Max Beckmann im Centre Pompidou
Max Beckmann in der Tate Modern

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Max Beckmann - Spektakel des Lebens

Max Beckmann - Spektakel des Lebens.
Arbeiten auf Papier.
von A. Becker, T. Döring, S. Gohr, Andrea Firmenich (Herausgeber),
Martina Padberg (Herausgeber)

Gebundene Ausgabe, 180 Seiten,
Wienand Verlag Köln

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