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Action Painting
Unter dem Begriff Action Painting (Aktionsmalerei)
versteht man eine Form der nicht-geometrischen,
abstrakten Malerei. Diese Kunstrichtung, auch als
"selbstorganisierende Malerei" bezeichnet, wird
heute auch zum Abstrakten
Expressionismus gezählt. Als Vorläufer
dieser Maltechnik kann der Automatismus der
Surrealisten betrachtet werden, wo spontan
gemalt wurde, um einen bewussten Einfluss des
Künstlers auszuschließen, und somit
unbewusste Elemente abzubilden. Die Surrealisten
hatten jedoch nicht abstrakt gemalt, denn die
gemalten Muster und Bildinhalte wurden
gegenständlich interpretiert, um dann diesen
Bildelementen symbolische Bedeutung verleihen zu
können.
Im Vordergrund des Action Paintings stand der
Malprozess, bei dem Farbe spontan auf den Malgrund
aufgebracht wird, wobei dem Bild als Ergebnis oft
eine eher dokumentarische Funktion zugeordnet
wurde. In den Malprozess wurden Zufallselemente
integriert, die aus dem schnellen und spontanen
Handeln des Künstlers, sowie aus der
Maltechnik, wie beispielsweise dem "Dripping",
resultieren.
Hauptvertreter des Action Painting war der
Amerikaner Jackson
Pollock (1912-1956), der mit seinem
Malstil auch erheblichen Einfluss auf die
europäische Malerei ausübte.
Ab 1946 entwickelte er mit seiner Maltechnik des
"Drippings" das Action Painting. Mit der
Entwicklung dieser Technik vollzog er einen
radikalen Bruch mit der traditionellen,
akademischen Malweise.
Er trug die Farben nicht mehr mit einem Pinsel auf,
sondern ließ flüssige Farbe auf einen
Malgrund fließen. Durch die Kombination von
spontaner Bewegung des Farbträgers, wie
beispielsweise einer Farbdose mit einem Loch, oder
einem, in Farbe getauchten Stock, und der Wirkung
physikalischer Kräfte auf die Farbe,
entstanden so Farbgebilde, die teilweise chaotisch
und teilweise beeinflussbar waren.
Zu den Möglichkeiten der Einflussnahme seitens
des Künstlers gehörten Viskosität
der Fabe, Lochgröße in der Dose,
Höhe zwischen Farbträger und dem darunter
liegenden Malgrund, verwendete Farben,
Trocknungszeiten zwischen dem Auftragen
unterschiedlicher Farben.
Neben diesen Einflussfaktoren bestand in gewissem
Umfang auch eine Kontrolle über den
Malprozess. So konnte die Bewegung während des
Fließens der Farbe beinflusst werden.
Bestimmte Bildbereiche konnten ausgewählt
werden, wo während des Malvorgangs Farbe
aufgetragen oder weggelassen wurde. Auch die Dichte
des Farbauftrags konnte bestimmt werden.
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